An der muba - Gesund 2004 werden den Besuchern verschiedene Aktivitäten wie z.B. ein Rollstuhlparcours, eine Dunkelbar und einen Bereich "nicht hören - nicht sprechen"
sowie Informationsstände von verschiedenen Behindertenorganisationen geboten. Durch den attraktiven Standort wird ausserdem eine breite Bevölkerungs-schicht angesprochen.
ROLLSTUHLPARCOURS
Die nichtbehinderten Besucher können in einem Rollstuhl auf einer festgelegten Strecke Hindernisse überwinden, die der Roll-stuhlfahrer tagtäglich erlebt. Dabei werden viele feststellen, dass Rollstuhlfahrer es im alltäglichen Leben nicht sehr leicht ha-ben.
Zuerst müssen die Besucher eine Rampe mit 6% Steigung hinauffahren, auf dem Podest angekommen geht es sofort wieder über eine Rampe mit einem Gefäll von über 10% abwärts. Dann fährt der Besucher weiter über Römer- und Pflastersteine und endet in einem Kiesbeet das auch noch überwunden werden muss. Wenn der Besucher meint, er habe alle Hindernisse mit dem Rollstuhl überwunden, so darf er zum Schluss noch über eine Rollstuhlschaukel fahren. Die Rollstuhlschaukel ist ein Brett das auf einem Baustamm befestigt ist und je nach Belastung auf die eine oder andere Seite schwankt. Langsam fährt der Besucher die Rollstuhlschaukel hinauf bis dieser den Schwerpunkt überwunden hat um dann auf der anderen Seit wieder vorsichtig her-unter zu rollen. Erst dann hat es der Rollstuhlfahrer geschafft! Und wer immer noch nicht genug hat, darf auch mal ausprobie-ren, wie eine Treppe mit einem Rollstuhl zu überwinden ist oder der Besucher darf den Rollstuhlparcours auch entgegengesetzt befahren.
Alle 2 Stunden, wird ein Zeitfahren für die Besucher auf dem Rollstuhlparcours durchgeführt. Nach dem letzten Zeitfahren um 17.00 Uhr wird dann der Tagessieger erkoren. Dieser hat am Sonntag, den 22. Februar 2004 um 15.00 Uh die Möglichkeit am grossen Finale mitzufahren und tolle P Hreise zu gewinnen.
BÜHNE
Auf dem Podest, das im Rollstuhlparcours integriert ist, werden Podiumsgespräche durchgeführt, und es wird auch attraktive musikalische Events geben.
DUNKELBAR
Kommen Sie spontan vorbei, und erleben Sie bei einem kühlen Drink die Faszination einer Welt, die Ihre Vorstellungen berei-chert. Hier lernen Sie vorurteilslos Menschen kennen, da Sie sich zuvor kein Bild von ihnen machen konnten. Erleben Sie den Zauber von Stimmen, Worten und Gerüchen. Ihre Augen brauchen Sie nicht dazu. Und damit Sie in der Welt der Dunkelheit nicht verloren gehen, stehen Ihnen unsere Mitarbeiter zur Verfügung. Blinde und sehbehinderte Menschen betreuen und ver-wöhnen Sie, damit diese Erfahrung für Sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Stellen Sie sich vor Sie befinden sich in einem dunklen Raum - so dunkel, dass Sie nicht einmal ihre eigenen Hände erkennen können. Stellen Sie sich vor, dieser Raum wäre eine Bar! Wo steht Ihr Glas? Ist es schon leer? Wie viele Personen befinden sich in Ihrer Umgebung? Sie tappen im Dunkeln. In der Bar haben Sie die Möglichkeit, Einblicke in die Welt der Blinden zu erhalten.
Bedient und begleitet von den blinden Serviceangestellten, können Sie sich auf Ihre anderen Sinne verlassen. Erleben Sie eine Welt ohne Licht, aber reich an Gerüchen, Geräuschen und Formen. Vielleicht ist diese Welt gar nicht so dunkel wie Sie denken mögen. Die Besucher entdecken Gegenstände, Nahrungsmittel und Getränke, natürlich nicht mit den Augen, aber mit all ihren andern Sinnen. Der Gewinn aus dem Barbetrieb geht zugunsten behinderter Kindern aus der Schweiz.
� Alle zwei Stunden erhält der Besucher die Möglichkeit, mit verbundenen Augen zusammen mit einer blinden oder sehbehinderten Person, sich durch den Rollstuhlparcours und durch die Messe führen zu lassen und so den Weg zu ertasten.
NICHT HÖREN - NICHT SPRECHEN
Die meisten Hörenden f&u Huml;hlen sich unsicher, wenn sie zum ersten Mal Gehörlosen begegnen. Sie wissen nicht, wie sie sich ver-halten sollen, ob sie nach dem Leben als Gehörloser fragen dürfen, was sie bei Kommunikationsproblemen machen sollen usw. keine Angst: Das sind alles Probleme, die man mit Geduld und gutem Willen auf beiden Seiten lösen kann. Machen Sie einfach den ersten Schritt, der Rest läuft dann irgendwie von ganz alleine
Dem Besucher wird auf eindrücklicher Weise vermittelt, wie die Kommunikation ohne zu Hören und/oder ohne zu Sprechen ist. Lautsprecherdurchsagen, Telefone oder Hupsignale sind für sie nutzlos: Gehörlose und schwerhörige Menschen lesen von den Lippen ab,"hören" mit den Augen und verständigen sich mit Hilfe der Gebärdensprache. Ihre Behinderung sieht man ihnen nicht auf den ersten Blick an. Eine Sache wird jeder Hörende schnell bemerken: Wir sind es gewohnt, beim Reden überall hin-zuschauen, nur nicht unbedingt auf unseren Gesprächspartner. Unter Gehörlosen muss man sich das abgewöhnen, denn wer nicht schaut, der versteht nicht. Wir hoffen, den einen oder anderen neugierig gemacht zu haben, auf die Welt der Gehörlosen!
INFORMATIONSSTÄNDE
Dort erhalten Interessierte Informationen zur Arbeit mit und für Behinderte von den Behindertenorganisationen.
WETTBEWERB
Jeder Besucher kann sich freiwillig für 1 bis 5 Tage dazu verpflichten, keine Treppen zu benützen.
Das heisst, er darf auf dem Wege zur Arbeit, am Arbeitsplatz, während der Freizeit und zum Einkaufen keine Treppen mehr benützen. Unter denjenigen, die uns eine kurze Reportage über ihr kleines Abenteuer zusenden, wird dann am letzten Tag der Messe (Sonntag, den 22.02.04) ein Wochenende für zwei Personen im Schnee verlost. Die besten "Geschichten" werden publi-ziert.
MITWIRKENDE BEHINDERTENORGANISATIONEN
BEHINDERTENFORUM BASEL
FRAGILE SUISSE
MOBINET
PROCAP
I HVB BEHINDERTENSELBSTHILFE BEIDER BASEL
SCHWEIZERISCHER BLINDEN- UND SEHBEHINDERTENVERBAND
SCHWEIZERISCHER BLINDENBUND
SCHWEIZERISCHER GEHÖRLOSENBUND
VMB.CH VEREINIGUNG DER MENSCHEN MIT EINER BEHINDERUNG
WBZ WOHN- UND BÜROZENTRUM FÜR KÖRPERBEHINDERTE, REINACH BL